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Erstmal zur Fotografie:
Die trashige Wand in der Nähe eines Parkhauses am Katharina-Sulzer-Platz in Winterthur war einfach die ideale location um diesen look zu erzeugen und Denisa Linta hatte auch das richtige outfit dabei.
Das Licht kam vom links oben wo die Wand auch noch ca. nen halben Meter weiter ging und dann aufhörte. Rechts kommt dann recht rasch eine Treppe die nach oben führt, das gab von dieser Seite einen schönen Schatten und dunkelte das Bild etwas ab. Unten auch noch ein Bild vom Schatten am Boden, da seht ihr wie das Licht daher kam.

In Kurzform: Licht von links, Abschattung durch Treppe von rechts. ca. 12.00 Mittags -> steile Sonne, Modell komplett im Schatten an der Wand

Nun zur Retusche:
Das Ausgangsbild hat mir schon gut gefallen aber natürlich liebe ich es an den Bildern rum zu werkeln bis mir der Look passt. Gesagt getan, hab ich es mal von Lightroom in Photoshop importiert als SmartObject.

Also:
– RAW Entwicklung (etwas wärmere Farbtemperatur, Lichter zurückholen und Tiefen leicht anheben, das wars fürs Erste)
– Frequency Separation 1. Schritt: Hautunreinheiten beseitigen, Haare korrigieren
– Frequency Separation 1. Schritt: Farben glätten und anpassen – Gesicht, Bauch, Arme, Beine sollen den gleichen Farbeindruck vermitteln
das geht im ersten Schritt ganz gut in dem man über der Farbebene eine neue Ebene erstellt und eine schöne Hautfarbe mit der Pipette aufnimmt. Dann malt man mit dieser Farbe die Hautstellen an die man anpassen möchte und reduziert die Deckkraft der Ebene drastisch (5-20 % je nachdem). Anschliessend kann man mit der selektiven Farbkorrektur als Einstellungsebene die Rottöne etwas reduzieren wo das nötig ist.
– Dodge & Burn: ganz wichtig, da wir Räume nur durch Helligkeitsunterschiede wahrnehmen, braucht es auf einem zweidimensionalen Bild etwas Unterstützung! Das Gesicht rahme ich etwas ein mit einem „schatten“ die Gesichtspartien werden etwas abgedunkelt oder aufgehellt. In den Haaren braucht es etwas Detailarbeit.
Hier zwei Bilder an denen ihr seht wo ich so im Groben aufgehellt und abgedunkelt hab.

heller
dunkler

– look: Das Sonnenlicht hab ich mit einem Flare etwas verstärkt und rechts noch mehr abgeschattet, mit der Selektiven Farbkorrektur hab ich aus die Farben etwas reiner gemacht (Cyan und Schwarz aus dem Rot raus und gelb rein, schwarz aus dem Gelb raus, gelb aus cyan raus, schwarz aus dem Blau)
dann zwei Farbebenen. Die Tiefen grün #224c46 und die Lichter gelb #ffc600 Anschliessend die Sättigung etwas reduziert wie es mir passte, dann noch etwas mit einer Tonwertkorrektur die Tiefen ins Blau gezogen und die Lichter nochmals etwas ins Gelb (Blau Kanal beschneiden)

TIPP: Verflüssigen auf der High Frequency machen dann kann man auf der Farbebene einfach das gleiche nochmal anwenden und es stimmt wieder, so muss man die Ebenen nicht reduzieren